11. September 2011 - Kommunalwahlen
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Aktuelles aus der Kommunalpolitik

Barrierefreies Wohnen
Die CDU Faktion im Hatter Gemeinderat begrüßt es wenn in der Gemeinde dem demographischen Wandel Rechnung getragen wird. Unsere
Alterspyramide steigt ständig nach oben. Auch in den nächsten zig. Jahren wird unsere Bevölkerung geprägt von dem ansteigenden Durchschnittsalter, wie es den Ratsmitgliedern in der letzten Ratssitzung vorgestellt wurde. Hier müssen wir vorausschauend den Bedürfnissen gerecht werden, sind sich die CDU Fraktionsmitglieder einig. Wenn für diese Gruppe ein barrierefreies Bauen angeboten würde, könnten sich die Investoren auf eine positive Begleitung durch die CDU einstellen. Dem Wunsch im Alter in einer Wohnkolonie mit behindert gerechten Einrichtungen, vor allem aber mit barrierefreien Zugängen zu leben, aber seinen Tagesablauf selber zu gestalten, können sich die Christdemokraten nach den Ausführungen des Herren Karsten von der Forum GmbH sehr gut vorstellen. Dieses Gutachten über den demographischen Wandel hatte der Gemeinderat mit seinen kreisangehörigen Gemeinden in Auftrag gegeben.
In diesem Zusammenhang würde eine etwas andere Wohnkulturgestaltung mit kleinen überschaubaren, ebenerdigen und barrierefreien Wohnungen gelegen in einer gärtnerisch pflegeleichten Umgebung sicherlich vielen älteren Mitmenschen den Alltag erleichtern. Bei einer größeren Zahl von Häusern könnten natürlich auch Gemeinschaftsräume oder andere Gesellschaftseinrichtungen das Wohnkonzept abrunden. Dieses ist auf jeden Fall ein etwas andere Konzept als etwa ein Mehrgenerationenhaus wo die Generationen zusammen unter einem Dach leben und sich gegenseitig die täglichen Arbeiten aufteilen und die Arbeitsabläufe erleichtern.
Wir sind offen für alle Vorschläge die unsere Gemeinde, und damit unseren Bürgern helfen und voranbringen, war die geschlossene Meinung der CDU Fraktionsmitglieder.

Kirchhatten ohne Verkehrsschilder

Shared-Space, auf deutsch gemeinsam genutzter Raum, ist das neue Schlagwort für eine gegenseitige Achtung aller Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr. An diesem EU Programm nahmen in der Vergangenheit sieben Ortschaften in unserem westlich europäischen Raum teil. Darunter auch die Ortschaft Bohmte im Osnabrücker Land, oder die Kleinstadt Drachten, westlich von Groningen in den Niederlanden. Im Zuge der Verkehrsgestaltung vom Leitbild Kirchhatten mit den dazugehörigen
Informationen wurde Bohmte unter der Federführung der Gemeindeverwaltung vor einiger Zeit besichtigt, und von der dortigen
Amtsleiterin vorgestellt. Eine Gruppe interessierter Bürgerinnen und Bürger aus Hatten erkundete jetzt Drachten. Die Anreise mit eigenem PKW der 190 km entfernten Stadt mit 44000 Einwohnern nahm die Delegation dabei gern in Kauf. In den Niederlanden gab es vor Jahren eine Gebietsreform, dabei ist Drachten eingemeindet und zu einer Großgemeinde von 55000 Einwohnern mit der Bezeichnung Smallingerland herangewachsen. Die neue Verkehrsführung in Drachten,
mit den Probeläufen, erkundeten die Verkehrsplaner schon 1999 und konnten so den Besuchern aus Hatten genaue Informationen geben.
Der Pressesprecher von Smallingerland stellte den Besuchern aus Hatten
die Umgestaltung der Kleinstadt Drachten vor. Der Grundgedanke dieser Studie ist es ganz ohne Verkehrszeichen auszukommen, d.h. es gilt rechts vor links. In dem Verkehrsfluss von beiden Shared-Space Ortschaften haben Verkehrsfahrzeuge, Fahrradfahrer und Fußgänger gleichermaßen ihre Rechte. Hiervon konnten sich die Mitreisenden aus Deutschland überzeugen. Der Verkehr läuft reibungslos und rücksichtsvoll. Nun kommt es darauf an wie sich die politischen Gremien im Hatter Gemeinderat verständigen und sich dieses Konzept in den Prozess von dem Leitbild Kirchhatten einbinden lässt.