Aktuelles aus der Kommunalpolitik

Barrierefreies Wohnen
Barrierefreies Wohnen
Die CDU Faktion im Hatter Gemeinderat begrüßt es wenn in der Gemeinde dem demographischen Wandel Rechnung getragen wird. Unsere
Alterspyramide steigt ständig nach oben. Auch in den nächsten zig. Jahren wird unsere Bevölkerung geprägt von dem ansteigenden Durchschnittsalter, wie es den Ratsmitgliedern in der letzten Ratssitzung vorgestellt wurde. Hier müssen wir vorausschauend den Bedürfnissen gerecht werden, sind sich die CDU Fraktionsmitglieder einig. Wenn für diese Gruppe ein barrierefreies Bauen angeboten würde, könnten sich die Investoren auf eine positive Begleitung durch die CDU einstellen. Dem Wunsch im Alter in einer Wohnkolonie mit behindert gerechten Einrichtungen, vor allem aber mit barrierefreien Zugängen zu leben, aber seinen Tagesablauf selber zu gestalten, können sich die Christdemokraten nach den Ausführungen des Herren Karsten von der Forum GmbH sehr gut vorstellen. Dieses Gutachten über den demographischen Wandel hatte der Gemeinderat mit seinen kreisangehörigen Gemeinden in Auftrag gegeben.
In diesem Zusammenhang würde eine etwas andere Wohnkulturgestaltung mit kleinen überschaubaren, ebenerdigen und barrierefreien Wohnungen gelegen in einer gärtnerisch pflegeleichten Umgebung sicherlich vielen älteren Mitmenschen den Alltag erleichtern. Bei einer größeren Zahl von Häusern könnten natürlich auch Gemeinschaftsräume oder andere Gesellschaftseinrichtungen das Wohnkonzept abrunden. Dieses ist auf jeden Fall ein etwas andere Konzept als etwa ein Mehrgenerationenhaus wo die Generationen zusammen unter einem Dach leben und sich gegenseitig die täglichen Arbeiten aufteilen und die Arbeitsabläufe erleichtern.
Wir sind offen für alle Vorschläge die unsere Gemeinde, und damit unseren Bürgern helfen und voranbringen, war die geschlossene Meinung der CDU Fraktionsmitglieder.

Die Bahn
Die Bahn
Mit der Errichtung des Jade-Weser Ports werden immer wieder Stimmen laut
die eine Einbeziehung der Bahnstrecke Oldenburg – Osnabrück für den Transport der Schienengüter favorisieren oder zumindest nicht in Frage stellen.
Das ist unverantwortlich gegenüber den Anwohnern dieser Strecke und damit reine Schwarzmalerei meint der Vorsitzende des CDU Gemeindeverbandes Hatten. Die letzte Meldung kam aus dem Wirtschaftsministerium. Immer wieder werden Meldungen laut die keiner offiziellen Grundlage entstammen. Dabei ist nur die Deutsche Bahn AG für die Durchführung und Heranziehung einer solchen Entscheidung zuständig. Bis jetzt jedenfalls sagen uns diese Herren das die Bahnstrecke Oldenburg – Osnabrück nicht für den Transport der Güter herangezogen oder sogar ausgebaut wird. Für diese Annahme sprechen auch gute Gründe. Die Strecke WHV – OL wird mit einem erheblichen finanziellen Aufwand ausgebaut. Der Schienenverkehr wird um die Ortschaft Sande herumgeleitet, die gesamte Strecke elektrifiziert und die Brücken werden für den Schwertransport hergerichtet. Gleichzeitig hat die Bahn AG für den Oldenburger Bereich Lärmschutzwände in Aussicht gestellt. Die Weiterführung zum Bremer Güterverkehrszentrum ist dabei beschlossene Sache, zumal dieses Schienennetz schon vorhanden ist. Eine Trassenveränderung mit einer Elektrifizierung ist allerdings immer einem Planfeststellungsverfahren vorgeschaltet, so das auch hier ein gewaltiges Mitspracherecht den Bürgern und vor allem auch den Verwaltungen und Politikern eingeräumt wird. Eine zweite Bahntrasse kann und wird sich nach Aussage eines verantwortlichen Herrn der DB Netz nicht leisten können. Denjenigen allerdings, die hier schon mit Untertunnelungen oder anderen Nebelbomben Panikmache betreiben, sollte man zumindest zu diesem Zeitpunkt allesamt als Aprilscherze abtun. Es ist nicht der Sache dienlich allwöchentlich neue Hiobsbotschaften zum Bahnverkehr zu veröffentlichen. Auch der CDU Landtagsabgeordnete Ansgar Focke ist sich dieser Tatsache sicher nachdem er Rücksprache mit der DB Bahn gehalten hat. Die Planungen fokussieren sich auf die bereits elektrifizierte Strecke zwischen OL und HB mit dem Knotenpunkt Bremen und den Bau der Y-Trasse. „Wir müssen die weiteren Entwicklungen im Auge behalten und die Bahn in ihrem Plan, den Verkehr über Bremen zu lenken, unterstützen“ so Focke abschließend.

Hausnummern erkennbar
Hausnummern erkennbar
Die CDU Kreistagsfraktion hatte auf ihrer Klausurtagung in Schillig unter anderem auch den Geschäftsführer der neu zu errichteten Kommunalen Großleitstelle Oldenburg (KGO), Hans Rüger zu Gast. Rüger erklärte den Christdemokraten den Aufbau der geplanten Großleitstelle in Oldenburg an der ---------- Strasse. Die beteiligten Landkreise Wesermarsch, Ammerland, Oldenburg und Cloppenburg, sowie die Städte Delmenhorst und Oldenburg entwickeln hier zusammen mit der Polizei eine der größten Zusammenschlüsse in der Geschichte der Rettungskräfte. Der mit über 60 Millionen kalkulierte Neubau ist ein Wegweiser in die Zukunft, sagte Rüger über die geplante Einrichtung.
Der Ehrengast erklärte den Klausurteilnehmern den genauen Aufbau und den geplanten Ablauf dieser richtungsweisenden Leitstelle. Aus dieser Einrichtung sollen einmal sämtliche Rettungskräfte wie Feuerwehr, Polizei, Sanitätsfahrzeuge und Notärzte gebündelt und logistisch eingesetzt werden.
Diese Anstalt des öffentlichen Rechts wird durch 70% von der Polizei und zu 30% von den Kommunen getragen. Wobei der Anteil des Rettungsdienstes mit 96% und zu 4% für die Feuerwehr eingeplant ist. Hans Rügers Engagement und persönlicher Einsatz wurde von der Kreistagsfraktion besonders würdigend anerkannt. Zugleich wurde am Rande der Diskussion über die Rettungsangelegenheiten die Erreichbarkeit der Hilfesuchenden bemängelt.
Hierbei stellten die Christdemokraten die oft schlecht beschilderten Häuser oder Grundstückseinfahrten fest, als auch in einigen Gegenden unzureichende Strassen- und Wegebezeichnungen. Hier appelliert die CDU Fraktion an die zuständigen Ordnungsämter für ausreichende Strassen- und Wegebeschriftungen, sowie für nachvollziehbare Nummerneinteilungen zu sorgen. Gleichwohl gilt das auch für die Haus- und Grundstücksbesitzer die
Hausnummern in ausreichender Größe und Erkennbarkeit anzubringen.
Auch wenn die Rettungsfahrzeuge mit den nötigen Navigationsgeräten ausgestattet sind, geht oft lebensnotwendige Zeit bei der Suche nach den Liegenschaften und Haus- und Hofeinfahrten verloren.


Kirchhatten ohne Verkehrsschilder

Shared-Space, auf deutsch gemeinsam genutzter Raum, ist das neue Schlagwort für eine gegenseitige Achtung aller Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr. An diesem EU Programm nahmen in der Vergangenheit sieben Ortschaften in unserem westlich europäischen Raum teil. Darunter auch die Ortschaft Bohmte im Osnabrücker Land, oder die Kleinstadt Drachten, westlich von Groningen in den Niederlanden. Im Zuge der Verkehrsgestaltung vom Leitbild Kirchhatten mit den dazugehörigen
Informationen wurde Bohmte unter der Federführung der Gemeindeverwaltung vor einiger Zeit besichtigt, und von der dortigen
Amtsleiterin vorgestellt. Eine Gruppe interessierter Bürgerinnen und Bürger aus Hatten erkundete jetzt Drachten. Die Anreise mit eigenem PKW der 190 km entfernten Stadt mit 44000 Einwohnern nahm die Delegation dabei gern in Kauf. In den Niederlanden gab es vor Jahren eine Gebietsreform, dabei ist Drachten eingemeindet und zu einer Großgemeinde von 55000 Einwohnern mit der Bezeichnung Smallingerland herangewachsen. Die neue Verkehrsführung in Drachten,
mit den Probeläufen, erkundeten die Verkehrsplaner schon 1999 und konnten so den Besuchern aus Hatten genaue Informationen geben.
Der Pressesprecher von Smallingerland stellte den Besuchern aus Hatten
die Umgestaltung der Kleinstadt Drachten vor. Der Grundgedanke dieser Studie ist es ganz ohne Verkehrszeichen auszukommen, d.h. es gilt rechts vor links. In dem Verkehrsfluss von beiden Shared-Space Ortschaften haben Verkehrsfahrzeuge, Fahrradfahrer und Fußgänger gleichermaßen ihre Rechte. Hiervon konnten sich die Mitreisenden aus Deutschland überzeugen. Der Verkehr läuft reibungslos und rücksichtsvoll. Nun kommt es darauf an wie sich die politischen Gremien im Hatter Gemeinderat verständigen und sich dieses Konzept in den Prozess von dem Leitbild Kirchhatten einbinden lässt.


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