11. September 2011 - Kommunalwahlen
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Einzelhandelskonzept Sandkrug

Heftige Kritik an Plänen für Waldlehrpfad

Handel Union: „FDP will Fakten schaffen“ – Bürgerentscheid wie in Hude gefordert

Hatten/LD Mit harscher Kritik reagiert die Hatter CDU auf den Vorstoß von FDP-Ortsverbandschef Niels-Christian Heins, einen Waldlehrpfad im Gebiet nördlich des Auvers-le-Hamon-Platzes anzulegen (die NWZ berichtete).

„Die neuesten Aktionen der FDP in Hatten tragen zur allgemeinen Politikverdrossenheit bei“, heißt es in einer Mitteilung der Union. Nicht nur, dass sich der normale Musikliebhaber, wie jüngst geschehen, auf einer Parteiveranstaltung mit Parteiprominenz wiederfinde, heißt es in dem Schreiben. Es werde auch auf subtile Art versucht, „am Bürger vorbei Fakten zu schaffen“, moniert CDU-Ratsherr Gregor Holtrup. Es sei schon erstaunlich, dass „mal eben so ein FDP-Minister vorbeikommt, der schon vor seinem Besuch prüfen lassen hat, dass es eventuell eine Förderung für einen Lehrpfad geben kann.“

Die Union erinnert daran, dass die Verwaltung beauftragt wurde, in Sachen Einzelhandel Erweiterungsmöglichkeiten mit den Eigentümern der derzeitigen Standorte zu verhandeln. Erneut fordert die CDU, die Bürger müssten wieder mit ins Boot genommen werden, sollten diese Gespräche scheitern. Es könne nicht sein, dass am Mühlenweg ein neues Zentrum geschaffen und somit der ursprüngliche Ortskern Sandkrug „trockengelegt“ werde, ohne dazu die Bürger zu hören. Als Vorbild für eine Bürgerbeteiligung nennt die CDU die abgeschlossene Bürgerbefragung zum Tunnelbau in der Nachbargemeinde Hude.

Diese Wahlmöglichkeit werde den Bürgern in Sandkrug genommen, wenn jetzt vorschnell auf einer der Flächen, wie von der FDP gefordert, mit Steuermitteln ein Waldlehrpfad installiert werden soll. Damit, so die CDU, würden Rats-Entscheidungen nachträglich so beeinflusst, dass es keine Bebauungsmöglichkeit mehr für einen Standort am Auvers-le-Hamon-Platz geben könne.

Auch wenn die FDP vehement den Standort Mühlenweg favorisiere, sei diese Art politisches Geschäft zu betreiben höchst unanständig. „Der Bürger erwartet Ehrlichkeit und Offenheit und kein Gemauschel hinter verschlossenen Türen“, so die CDU. (Quelle NWZ v. 28.7.2011)